Einkorn, das anspruchslose Getreide aus der Steinzeit

Einkorn-Ähre

Einkorn (c) Wikimedia

Einkorn (Triticum monococcum) gilt als die älteste domestizierte Getreideart. Der Name rührt von dem einzelnen Korn auf der Ährenspindel her. Einkorn stammt vom wilden Weizen („Triticum boeoticum Boiss.“) ab. Es galt lange als Vorläufer von Emmer, Dinkel und Saatweizen, bis durch genetische Untersuchungen klar wurde, dass Emmer kein Nachfolger vom Einkorn ist, sondern von Wildem Emmer abstammt.

Das Ursprungsgebiet von domestiziertem Einkorn ist umstritten. Professor Heun aus Norwegen (der bei uns Einkorn einkauft!) und andere Wissenschaftler argumentieren auf Grund genetischer Untersuchungen für eine Herkunft aus der südöstlichen Türkei. Andere Wissenschaftler sehen den Ursprung in der südlichen Levante, wo Emmer, Einkorn und Gerste seit dem präkeramischen Neolithikum A vor rund 11000 Jahren domestiziert worden seien.

Einkorn stellt keinen hohen Anspruch an die Bodenqualität. Außerdem ist es sehr resistent gegen viele Schädlinge wie Wurzelfäule, Spelzenbräune oder auch gegen den Mutterkorn-Pilz. Er kann sich besser gegen Ackerunkräutern durchsetzen als moderne Hybridweizen-Sorten.

Sein Ertrag (12-20 Dezitonnen/ha) liegt noch wesentlich unter den Erträgen von Emmer (rund 30 Dezitonnen/ha). Heutige moderne Weizenerträge liegen bei rund 75 dt/ha.

Zu Beginn des 20. Jahrhundert war Einkorn nahezu ausgestorben, wurde aber erfolgreich aus den letzten verbliebenen Samen angebaut. Bei uns können Sie selbstverständlich Einkorn in Bio-Qualität, sowohl als Korn, wie auch als Mehl bekommen.

Einkorn in der Ernährung
Einkorn enthält deutlich mehr Mineralstoffe als Emmer und Dinkel, dagegen weniger Kohlehydrate und mehr hochwertige Proteine in Form von seltenen Aminosäureverbindungen, sowie einen höheren Gehalt an ungesättigten Fettsäuren.

Außerdem hat Einkorn einen sehr hohen Anteil an Beta-Carotin, was ihm eine gelbliche Farbe verleiht. Daher nennt man Einkornmehl auch „Gelbmehl“. Einkorn besitzt eine hervorragende Verträglichkeit auch für Menschen, die Probleme mit heutigen Weizen- und Dinkelmehlen haben.

Mit Einkorn zu kochen und zu backen ist spannend. Viele unserer Kunden sind begeistert von ihren Backergebnissen mit Einkorn. Andererseits muss darauf hingewiesen werden, dass die Backeigenschaften je nach Ernte recht starken Schwankungen unterliegen können. Offensichtlich variieren beim Einkorn die Kleberqualitäten sehr stark. Es empfihlt sich, Einkorngetreide frisch zu vermahlen.
Wenn man sich an das Backen mit Einkorn herantastet, gelingen mit seinem milden Aroma Pfannkuchen und Waffeln, Kuchen aus Rührteig und Biskuitteig sowie Mürbegebäck sehr gut. Für kräftiges Brot sollte Kamut zugemischt werden.

„Unser“ Einkornmehl
Wir lassen unter unserem Markennamen „isaak naturkost“ eigenes Einkornmehl (in Vollkorn und als „hell„) herstellen, mahlen und abpacken, welches Sie nur bei uns beziehen können. Wir sind stolz darauf, dass diese Bio-Mehle, die eine sehr hohe Qualität besitzen, so gut angenommen werden. Sie gehören zu unseren Bestsellern.

EInkörnle-Nudeln

EInkörnle-Nudeln

Weitere Einkornprodukte
Wir waren verblüfft über eine Nudelsorte, die ganz hervorragende Kocheigenschaften besitzt: das „Einkörnle„. Man kann diese klitzekleinen Nudeln in Wasser recht schnell weich kochen. Das Ergebnis ist eine risottoartige Speise, die wir so bislang noch nirgens gefunden haben. Wir können unser Einkörnle wirklich nur wärmstens empfehlen!

Zum Schluß:
Und, dass Professor Heun,  der führende Einkornforscher unserer Zeit (auch „Einkorn-Papst“ genannt) bei uns unser Einkornmehl einkauft, macht uns besonders stolz!

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