Glyphosatbelastung in Getreide liegt über Grenzwert

Das Verbraucherschutzministerium des Landes Nordrhein-Westfalen berichtete, dass man dieses Jahr vor der Ernte Getreide gezielt auf  Glyphosat untersucht habe, das unmittelbar vor der Ernte gespritzt worden war.

In allen Proben von konventionellem Brot- und Futtergetreide wurde demnach Rückstände von Glyphosat gefunden, teils sogar deutlich über dem zulässigen Höchstwert. Der Bauernverband habe den Landwirten zur beginnenden Getreideernte auch in diesem Jahr den Gifteinsatz kurz vor der Ernte sogar empfohlen.

Da Getreide auf dem Feld, also vor der Ernte, laut Gesetz nicht als Lebensmittel gilt, sei der Einsatz rechtlich zulässig, so der Bauernverband.

Glyphosat ist ein verbreitetes Breitbandherbizid, also ein Unkrautvernichtungsmittel und wird seit über 30 Jahren weltweit zur Unkrautbekämpfung eingesetzt. Glyphosat wird unselektiv (also nicht speziell gezielt) und auch vorbeugend gegen Unkraut verwendet. Damit Nutzpflanzen nicht leiden, werden neuere Nutzpflanzen mittels Gentechnik resistent gegen Glyphosat gemacht.

Die zuständigen Kontrollbehörden der Bundesländer sollen umgehend mit weiteren Untersuchungen von Getreide, das vor der Ernte mit Glyphosat gespritzt wurde, beginnen, fordert das Umweltinstitut München. Es müsse flächendeckend gewährleistet werden, dass kein kontaminiertes Getreide in Umlauf kommt.

Allen Verbraucherinnen und Verbrauchern rät das Umweltinstitut beim Einkauf zu verlangen, dass Futtermittel und Brot nur aus Getreide stammen, das keine sogenannte „Vorernte-Spritzung“ erhalten hat. Das Umweltinstitut München rät daher vorsichtshalber zum Einkauf von Bio-Lebensmitteln, da bei ökologisch erzeugten Lebensmitteln generell auf synthetische Giftstoffe verzichtet wird.

Quelle und weitere Informationen: Umweltinstitut-Pressemitteilung

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