Wintergemüse?

Nun, der Winter will und will uns nicht verlassen.

So schön der Winter für die Wintersportler sein mag, für die heimische Küche ist er nach wie vor ein wenig problematisch. Denn immer nur Paprika, Möhre, Gurken und Lauch ist nicht so der Hit. Und Gemüse aus Fernländern ist ökologisch sehr problematisch (nebst der oft vorhandenen erhöhten Nitrate und deren „Brüder“).

Wir haben hier für Sie 7 Tipps, wie man dem Winter mit anderem Gemüse und Salat begegnen kann:

1.) Hülsenfrüchte (Bohnen, Erbsen, Linsen) sind jetzt zwar nicht frisch, aber sie sind trotzdem ideal, da man sie gut trocknen kann. Sie sind deswegen nun in der dunklen Winterzeit der Hit für warm- und sattmachende Suppen. Sie enthalten viel Eiweiß und Kalium, Calcium, Phosphor, Eisen und Zink. Und heute gibt es viele Sorten, die man nicht mehr stundenlang einweichen und kochen muss! Wir werden in den nächsten Tagen einige gute Rezepte vorstellen!

2.) Grünkohl, das Wintergemüse aus dem deutschen Norden. Es enthält neben Vitamin C erhebliche Mengen Kalium, Calcium, Magnesium und Eisen. Leider wird es in der gutbürgerlichen Küche meistens zur Beilage zu Braten und Würsten degradiert – als Teil von vegetarischen Gerichten möchte er aber gerne auch mal eine Hauptrolle spielen!

3.) Pastinaken erhält man ab Spätherbst und sind ein absoluter Wintergemüse-Geheimtipp! Das Wurzelgemüse, das Ähnlichkeit mit Möhren hat, ist beige-weiß und hat einen recht ungewöhnlichen, süßlich-würzigen Geschmack, der sich schwer beschreiben lässt, aber auf jeden Fall das genaue Gegenteil von langweilig ist. Würfeln oder in Scheiben (der Schwabe sagt: „Rädchen“) geschnitten und wie Kartoffeln anbraten (zum Beispiel mit Karotten oder Sellerie), in einer Auflaufform mit Gemüse gebacken oder als Beilage oder Hauptzutat von Suppen verwendet: himmlisch! Pastinaken haben viele Ballaststoffe und sind reich an Kalium, Calcium, Phosphor, Eisen und Zink. Wäre das nicht etwas?

4.) Rote Beete. Wirklich Rote Beete? Der Stoff unzähliger Kinder-Alpträume? Auch wenn man unter einem Rote-Beete-Trauma leidet, sollte man sich dieses tolle Wintergemüse neu anschauen! Denn Rote Beete ist eine wahre Nährstoff- und Mineralbombe: roh oder gekocht z.B. in einer Suppe verzehrt liefert sie reichlich Ballaststoffe, Vitamin C, Folsäure, Kalium, Vitamin K und einige B-Vitamine. Die Blätter kann man übrigens mitessen! Wer die Mühe scheut, der findet in Super- und Biomärkte geschälte und bereits vorgegarte Rote Beete. Aber Achtung für Selbermacher: Rote-Beete-Flecken sind hartnäckig und überstehen häufig selbst die Waschmaschine. Und damit man nicht immer mit roten Händen rumläuft: Handschuhe anziehen!

5.) Chinakohl wird vor allem von November bis Januar geerntet. Da er zu etwa 95 Prozent aus Wasser besteht, hat er nur knapp 15 Kcal je 100 g. Er ist reich an Folsäure, Vitamin C, Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen und weiteren Mineralstoffen und ist vielseitig einsetzbar: als Suppe, in asiatischen Currys oder als kurzblanchiertes Gemüse (ähnlich wie Spinat).

6.) Feldsalat ist der typische Wintersalat schlechthin! Er hat viele regionalen Bezeichnungen (Ackersalat, Mäuseöhrchensalat, Nüsschen, Rapunzelsalat, Vogelsalat – um nur einige zu nennen) und ist sehr umfangreich in seinem Nährstoffportfolio: Kalium, Eisen, Folsäure, B-Vitamine und Vitamin C machen den grünen Salat (der vor dem Verzehr gründlich gewaschen und geputzt werden will) mit den richtigen Zutaten zu einer leckeren Beilage oder auch zu einem wohlschmeckenden Hauptgericht.

7. Als Ergänzung zum Salat und ganz einfach selbstgemacht: Sprossen und Keime. Alfalfa, Kresse, Mungbohne einfach ein paar Tage ankeimen lassen passen sie hervorragend zu Salat und aufs Brot. Und neben der erheblichen Steigerung der Inhaltsstoffe (Eiweiß, Peptide, Aminosäuren, Antioxidantien, Vitaminen C, Mineralien, Spurenelementen, Enzymen, Polyphenolen, Phytohormonen und verschiedensten sekundären Pflanzenstoffen) beim Keimen sind sie eine interessante Lehrstunde für Kinder. Lediglich zwei Sachen muss man beachten: vor dem Verzehr die Keime gut spülen und einige Sprossen (vor allem Hülsenfrüchte) müssen gekocht werden, da nicht alle Sorten roh genossen werden dürfen.

Genießen Sie die letzten Wintertage und freuen Sie sich auf den irgendwann sicher kommenden Frühling!

Ihr
Pöt

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